Die Energiewende – Eine Herausforderung

MIT DER ENERGIEWENDE HABEN WIR UNS EINE KOMPLEXE  AUFGABE GESTELLT. DIE ZIELE SIND BEREITS FORMULIERT, JETZT MÜSSEN HERAUSFORDERUNGEN, DIE DIE ERZEUGUNG, SPEICHERUNG, NETZE UND EFFIZIENZ BETREFFEN, IN ANGRIFF GENOMMEN WERDEN.

Weltweit herrscht eine steigende Energienachfrage, der gegenüber allerdings eine schwindende Verfügbarkeit fossiler Energien steht. Deutschland ist stark von Importen abhängig, diese Energie kommt meist aus politisch instabilen Ländern, was ein zusätzliches Risiko birgt. In Deutschland werden 88% des Gas- und 98% des Ölbedarfs importiert. 80% der Treibhausgasemissionen werden durch den Energieverbrauch verursacht.

Das Ziel ist klar formuliert: Bis zur Mitte des Jahrhunderts soll über die Hälfte der Energie aus erneuerbaren Energien bereitgestellt werden. Im Jahr 2050 sollen die Treibhausgasemissionen – im Vergleich zu 1990 – um 80 % reduziert werden. Auch soll die Energieeffizienz erhöht und der Energieverbrauch gesenkt werden.

Infografik_Bruttostromerzeugung

Dies setzt einen kompletten Umbau der Energieversorgung voraus – und wir sind gerade erst am Anfang des Prozesses. Das deutsche Energiesystem bedarf einer neuen Grundlage. Neue Stromnetze, Speicherkapazitäten und hocheffiziente flexible Kraftwerke sind zwingend notwendig, damit das Vorhaben gelingen kann.

Stromnetze müssen künftig in der Lage sein, Windenergie vom Norden in die Zentren in Süd- und Westdeutschland zu transportieren. Außerdem wird Energie dezentral von regionalen Kleinerzeugern produziert werden. Die Netze müssen also in zwei Richtungen funktionieren, damit dezentral erzeugter Strom bei Überschreiten der regionalen Nachfrage in das Verteilernetz eingespeist werden kann.*

* Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi)